
Psychotherapie in Freiburg – Jenny Hüge
Qualifikationen & beruflicher Hintergrund
Ich bin Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin in Freiburg. Mein Psychologiestudium habe ich 2010 an der Freien Universität Berlin abgeschlossen. Meine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin im Verfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie absolvierte ich an der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin (APB e. V.).
Seit 2018 arbeite ich als Psychotherapeutin – zunächst in Berlin und seit 2025 auch in eigener Privatpraxis in Freiburg. Umfassende Erfahrungen in der Behandlung eines breiten Spektrums psychischer Erkrankungen habe ich unter anderem in der ambulanten Krisenbegleitung und Krisenintervention bei der Pinel gGmbH in Berlin-Schöneberg gesammelt.
Darüber hinaus habe ich am Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG e. V.) eine Ausbildung zur Gruppenanalytikerin und Gruppentherapeutin abgeschlossen. Die Arbeit mit Gruppen liegt mir besonders am Herzen. Zwischenmenschliche Muster werden dort unmittelbar erlebbar und können im Kontakt mit anderen erkannt und gemeinsam verstanden werden. Die vielschichtigen Prozesse, die dabei entstehen, begleite ich mit großer fachlicher und persönlicher Überzeugung.
Zusätzlich verfüge ich über eine vertiefte Ausbildung in Übertragungsfokussierter Psychotherapie (Transference-Focused Psychotherapy, TFP), die ich am TFP-Arbeitskreis des Instituts für Psychoanalyse absolviert habe. Diese unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungen haben meinen Blick auf psychische Beschwerden und Beziehungsmuster erweitert und geschärft. Welche therapeutische Herangehensweise sinnvoll ist, richtet sich für mich nach der individuellen Situation, den Behandlungserfordernissen und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen.
Vita
- seit 2024 – Eigene Praxis
- 2023–2024 – Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP) nach Kernberg, IfP; Zertifizierung durch ISTFP
- 2019–2023 – Weiterbildung zur analytischen Gruppenpsychotherapeutin, BiG
- 2019 – Fortbildung: Psychotherapie mit gender-non-konformen, genderqueeren und trans*geschlechtlichen Personen (inkl. Angehörige)
- 2018–2024 – Psychologische Psychotherapeutin, MVZ Pinel Schöneberg
- 2010–2018 – Ausbildung tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, ApB Berlin; Approbation 2018
- 2010–2015 – Ambulante systemische Arbeit / Trainerin „Offener Dialog“ (NiG Pinel)
- 2010–2011 – Fortbildung systemische Familien- und Netzwerkarbeit
- 2004–2009 – Studium Psychologie (Diplom / M.Sc.), Freie Universität Berlin
Sprachen
Deutsch und Englisch
Weitere Informationen zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie.
Meine therapeutische Haltung im Detail
Psychische Beschwerden entstehen aus meiner Sicht häufig dann, wenn bisherige Möglichkeiten, mit inneren oder äußeren Belastungen umzugehen, nicht mehr ausreichen. Frühere Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen prägen, wie wir uns selbst und andere wahrnehmen, mit Gefühlen umgehen und in Beziehung treten. Die daraus entstandenen Muster waren ursprünglich oft sinnvolle Versuche, schwierige Situationen zu bewältigen. Im späteren Leben können sie jedoch zu wiederkehrenden Konflikten, psychischen Beschwerden oder dem Gefühl führen, trotz großer Bemühungen immer wieder an ähnliche Grenzen zu geraten.
In der Therapie möchte ich dabei unterstützen, die eigene Art, Beziehungen zu gestalten, besser zu verstehen. Dabei betrachten wir sowohl frühere Beziehungserfahrungen als auch gegenwärtige Beziehungen und das, was sich im Kontakt zwischen uns entwickelt. Denn manche Muster lassen sich nicht allein durch Nachdenken erkennen: Sie werden erst im unmittelbaren Miteinander spürbar und können dort gemeinsam verstanden werden. Aus diesem Grund haben die therapeutische Beziehung und die Arbeit in Gruppen für mich eine besondere Bedeutung.
Für die gemeinsame Arbeit ist mir zunächst wichtig, einen verlässlichen Rahmen zu schaffen, in dem Sie sich sicher genug fühlen können, um sich mit persönlichen, schmerzhaften oder schambesetzten Erfahrungen zu zeigen. Gleichzeitig verstehe ich Therapie nicht ausschließlich als einen Ort der Entlastung und Bestätigung. Sie kann auch eine Begegnung mit Gefühlen, Bedürfnissen und Seiten der eigenen Persönlichkeit ermöglichen, die bisher wenig zugänglich waren oder nicht als zum eigenen Selbst gehörend erlebt wurden.
Für mich gehören beide Erfahrungen zu einem therapeutischen Prozess: sich öffnen und sicher fühlen zu können und zugleich mit Neuem, Widersprüchlichem oder zunächst Unvertrautem in Kontakt zu kommen. Eine tragfähige therapeutische Beziehung bildet dafür die Grundlage. Erst wenn genügend Vertrauen entstanden ist, kann auch Schwieriges mehr Raum bekommen und gemeinsam betrachtet und ausgehalten werden.
Dabei begegne ich meinen Patient*innen offen, zugewandt und ohne vorschnelle Bewertungen. Zugleich verstehe ich Therapie als einen gemeinsamen und aktiven Prozess. Ich höre nicht nur zu, sondern bringe meine Wahrnehmungen ein, stelle Fragen und spreche auch Spannungen oder wiederkehrende Muster an, wenn dies für das gemeinsame Verständnis hilfreich erscheint. Wie behutsam oder unmittelbar dies geschieht, richtet sich danach, was innerhalb der therapeutischen Beziehung zu diesem Zeitpunkt gemeinsam getragen werden kann.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Schwierigkeiten in Beziehungen sowie in der Regulation von Gefühlen und Selbstwert. Dazu gehören beispielsweise wiederkehrende Konflikte, starke Unsicherheit, Angst vor Zurückweisung, Schwierigkeiten mit Nähe und Abgrenzung oder das Erleben innerer Instabilität. Für die Behandlung von Persönlichkeitsstörungen verfüge ich über eine zusätzliche Qualifikation in der Übertragungsfokussierten Psychotherapie (TFP).
Ein weiterer Schwerpunkt ist die therapeutische Begleitung gender-nonkonformer, genderqueerer und transgeschlechtlicher Menschen. Fragen der geschlechtlichen Identität und einer möglichen Transition können dabei im Mittelpunkt stehen; ebenso kann die Behandlung ganz andere psychische oder zwischenmenschliche Themen betreffen. Entscheidend ist für mich, der individuellen Lebenssituation und den jeweiligen Anliegen eines Menschen gerecht zu werden.
Therapie bedeutet für mich nicht, Menschen nach einer vorgegebenen Vorstellung zu verändern. Vielmehr geht es darum, sich selbst umfassender kennenzulernen, vertraute Beziehungsmuster besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.